Mira Niko

Die Liebe

In der Zwischenmenschlichen Liebe entdeckt man sich selbst, verändert sich und erfindet sich immer wieder neu!

Die Liebe, diese existenzielle Zweifellosigkeit, ist etwas so Lebendiges und Veränderliches als Ausdruck, dass man sich durch den Kontakt mit dem Anderen, in der Liebe selbst entdeckt. Jede Persönlichkeit ist von Natur aus widersprüchlich und somit erweist sie sich als problematisch. Ihre Problematik lehnt aber nicht die Werte des Menschen ab. Doch wie kann man die Werte in sich selbst so verbinden, dass man gleichzeitig auch seine Probleme lösen, sein widersprüchliches Wesen vereinigen, und mit sich selbst zufrieden und glücklich sein kann?

Man lebt in einer organisierten Gesellschaft, wo man nicht allein für sich selbst existieren kann. Man kann nicht isoliert vom Ganzen leben, denn sonst geht man unter. Man gelangt nur durch die anderen zu sich selbst. Man braucht bestimmte Arten von Beziehungen, durch die man den anderen näher kommen kann, um sie kennen zu lernen und um sich selbst zu enträtseln. Rein philosophisch gesehen kann man zu sich selbst finden, indem man erkennt, „was man ist“, wobei potentiell das zu erreichen wäre, was man aus sich selbst machen würde.

Wir bauen uns selbst auf, weil wir ursprünglich frei sind. Unsere Freiheit ist aber mit der Welt der anderen, mit Verantwortung verbunden. Das Ich ist ein Teil von dem Anderssein, aber es ist frei zu wählen, wie es mit den anderen in Verbindung kommen wird, was für eine Beziehung das sein soll. Jede Persönlichkeit besitzt ihre Individualität, die sich durchsetzen und sich zeigen will, deshalb braucht sie die anderen unentbehrlich. Wenn sie das genaue Anderssein nicht findet, das ihr ähnlich ist, bleibt sie unverstanden und entfremdet sich wegen der Verletzung der Verbindung zwischen ihr und dem Anderssein.

„ Mira Niko, Sie haben eine wunderschöne Buchpräsentation gemacht und Ihre Texte waren sehr interessant, berührend und naturverbunden. Im Dankbarkeit! “

Herta Haider, Musikexpertin, Wien 2014

Die Einsamkeit ihrerseits ist eine besondere Form der inneren Beziehung mit sich selbst, in der wir uns kennen lernen, aber uns auch vom Anderssein distanzieren, angesichts jedes Anderen. Es ist wahr, dass die Persönlichkeit das Verständnis der anderen braucht, Zuwendung und Anerkennung der eigenen Individualität als Bedeutsamkeit. Eine Art und Weise, wie sich die Persönlichkeit frei entfaltet und sich behauptet, indem sie Beziehungen schafft und die Bedeutung der anderen anerkennt, das ist die LIEBE.

Die zwischenmenschliche Liebe hat zu viele Aspekte und sie ist so verschiedenartig. Man kann jedoch eindeutig behaupten, dass die Beziehungen zwischen Mann und Frau die größte Quelle für Gegensätzlichkeit sind. Die Weisheit dieser Beziehungen ist immer in Widersprüchen verflochten, von denen wir uns nur dann befreien können, wenn wir uns einigen: der Begriff über ein andauerndes einheitliches Dasein. Diese Widersprüche sind auf die Unterschiede in den Charakteren der beiden Geschlechter zurückzuführen und sind ganz natürlich, wobei das Charakteristische ist die Spezifikation, die in jedem Gedanken, jeder Tat und jedem Gefühlsausdruck zu finden ist. Der Charakter ist nicht etwas, das außerhalb der Gedanken und Gefühle des Individuums liegt, im Gegenteil, er ist das, was man in jedem Gedanken und in jedem Gefühl entdeckt.)

 Jedes Individuum besitzt seine Einmaligkeit, die in seinem Charakter steckt, deshalb muss man die Geschlechter erforschen, um eine allgemeine Vorstellung von der Liebe zwischen Mann und Frau herstellen zu können. Im geistlich-körperlichen Bild des Mannes und der Frau bestehen selbstverständlich sowohl Ähnlichkeiten, als auch Unterschiede, die in jedem einzelnen Individuum in verschiedener Art und Weise kombiniert sind. Gerade in der Liebe finden die beiden Geschlechter trotz ihrer Widersprüche ihre einmalige Vereinbarkeit.

Die Liebe zwischen Mann und Frau ist außerordentlich innert, sie nährt sich durch Bewegung und Aktivität. Sie verlangt Überwindung von Hindernissen und Widerständen. Ihr Motiv ist es, die Gegensätze zusammenzubringen. Die Liebe ist auch innerlich mit dem Willen verbunden; sie setzt Ziele, motiviert unsere Wünsche, reißt unsere Kräfte zusammen und führt das Subjekt zur Verwirklichung der Liebe. Angesichts des Mannes und der Frau sieht diese Einheit der Gegensätze paradox aus, aber so ist die tatsächliche Situation.

Es wird klar, dass die Notwendigkeit von Annährung und Einigung unumgänglich ist. Als ob die Menschen ungestüm nach Nährung und Mitteilung eines gemeinsamen Lebens, nach gemeinsamen Interessen, Zielen, Erlebnissen strebten. Der allerschönste Widerspruch, der die ganze Welt in Gang setzt, und die reale Magie nach der ein Jeder sich strebt, ist die Liebe!

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Andere Kapitel vom Buch

Einführung:

Die Wahrheit über die Liebe befindet sich weder in 10 Tricks wie man eine Frau überlistet, noch in 4 Dingen die Sie anziehend machen oder auch 8 Gründe wieso man sich in jemanden verliebt. Sie befindet sich im Wissen, in der Ehr-lichkeit, im Vertrauen und der selbst Widmung, weil das Geben und Nehmen nicht der beweg Grund für die Liebe sind sondern ein natürlicher Prozess ist. Die Energie einer solch mächtigen Kraft unterliegt keinen Algorithmen und Ta-bellen.
Im Namen der Liebe und für die Liebe müssen wir Ehrlich bleiben, sogar für die winzigsten Dinge, weil die echte Kunst des Lebens darin besteht das wunderba-re und das ungewöhnliche in jedem Punkt unseres Alltags zu sehen. Wenn wir die Liebe wählen, werden wir die Wahrheit über uns bekommen. Ohne Liebe sind wir niemand.

Die Liebe – Sinn des Menschlichen Daseins

Der Mensch ist immer etwas mehr als das, was er von sich erfahren kann und das ist so, weil das, woraus Sein besteht, unermesslich ist. Dank der Liebe, die das unaufhörliche Verlangen und Streben nach Fülle ausdrückt, suchen wir nach etwas mehr Wissen über uns Menschen, nach etwas mehr Bedeutung des Menschseins. Der Mensch ist Teil der Welt, welche die Gesamtheit aller Bezie-hungen enthält, die an einander zur unendlichen Unermesslichkeit werden. Er-klären lässt sie sich nur aus einer ähnlichen unendlichen Unermesslichkeit aus Beziehungen, der Liebe.

Analyse der Sexualität

Von diesem Blickwinkel der Betrachtung sind die sexuellen Beziehungen nicht nur etwas Natürliches, sondern auch etwas Nützliches im Hinblick auf die Fortpflanzung. Klarerweise bedarf dieser Bereich der Liebesbeziehungen einer ständigen moralischen Überprüfung, damit sich die Hierarchie der Vergnügun-gen nicht so umdreht, dass sie den Geist lenken. Deshalb sollen nach Aristote-les die Lustfähigkeit der Vernunft untertan und die Art des Vergnügens maßvoll sein. Er erläutert wiederum, dass wegen der Unersättlichkeit des Vergnügungs-triebs das angeborene Lustgefühl bei den Einsichtigen in Einklang mit der Ver-nunft zu bringen sei; weil beider Ziel auch das Schöne ist und der Einsichtige sich diese Dinge wünscht, die er darf, und wie er sie darf, und wann er sie darf; aber genau das schreibt die Vernunft unter anderem vor.
Die Frage ist hier gar nicht, ob wir uns etwas erlauben oder verbieten gegen-über dem Verlangen, das wir empfinden, sondern dass wir Einsicht und Ver-nunft walten lassen, indem wir unsere Wünsche verteilen, auswählen und kon-trollieren.

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